Was bisher geschah?

 

Die Stimmberechtigten von Vitznau haben am 26. November 2017 den neuen Zonenplan und das neue Bau- und Zonenreglement abgelehnt (mit 41 zu 59 Prozent - Stimmbeteiligung 53 Prozent).

 

Mit dem neuen Bau- und Zonenreglement und Zonenplan hätten insbesondere die Grundmasse für die Bauzonen neu festgelegt (Systemwechsel von der Ausnüt-zungsziffer AZ zur Überbauungsziffer ÜZ) und rund 56'000 m2 Bauland rückgezont werden sollen. Zudem wurde auch dem revidierten Bebauungsplan Dorfkern mit den revidierten Bauvorschriften des Bebauungsplans Dorfkern nicht zugestimmt. Hier handelte es sich um die Anpassung der Vorschriften an die neue übergeordnete Gesetzgebung und um kleinere Bereinigungen am Bebauungsplan.

Systemwechsel und Vollzug Bundesrecht

 

Im Kanton Luzern müssen alle Gemeinde bis ins Jahr 2023 die Ortsplanung in das neue Recht überführen (Systemwechsel von der AZ zur ÜZ). Zudem wurde das neue Raumplanungsgesetz vom Schweizer Stimmvolk im Jahr 2013 deutlich angenommen (in Vitznau mit einem JA-Anteil von 66 Prozent). Am 1. Mai 2014 ist das teilrevidierte Raumplanungsgesetz (RPG) in Kraft getreten. Damit werden die Behörden beauftragt, die Zersiedelung zu stoppen und die künftige Entwicklung primär in die bestehenden Bauzonen zu lenken.

Raum ist ein kostbares Gut, zu dessen verantwortungsbewusstem Umgang das revidierte Raumplanungsgesetz verpflichtet. Ziel ist ein nachhaltiges Vorgehen mit Siedlungsentwicklung «nach innen». Das heisst: Gemeinden müssen bereits genutzten Platz noch besser nutzen, bevor auf unbebaute Flächen ausgewichen wird. Gleichzeitig sollen baukulturelle Vielfalt, Aussenräume, Bevölkerungs- und Unternehmensstruktur erhalten bleiben und an Qualität gewinnen.

 
 

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